Area-M Koblenz – Erfahrungsbericht
Auf der Area-M in Koblenz hat für mich alles angefangen. Mein allererster Airsoft-Spieltag war genau hier – damals noch mit einer typischen Leihwaffe: ohne Visierung, eher so „40 m wenn’s gut läuft“ und mit dem Gefühl, dass ich mehr Glück als Können brauche. Trotzdem: Ich war sofort angefixt. Das Spielfeeling, die Spannung im Wald und dieses „nur noch eine Runde“ – genau das hat mich gepackt.
Das Spielfeld – groß, abwechslungsreich, aber sehr „lesbar“
Die Area-M ist ein großes Outdoor-Feld, das im Kern aus mehreren Bunkerstraßen besteht, mit Waldabschnitten dahinter. Klingt erstmal nach einer starken Mischung – und ja: Abwechslung ist grundsätzlich da. Der Haken ist für mich aber: Viele Bereiche sind ziemlich gut zu überblicken. Dadurch erkennt man oft schon früh, wo sich Gegner festsetzen – und die langen Sichtlinien sorgen schnell dafür, dass sich das Spiel zäh anfühlt.
Höhenvorteil & lange Wege
Ein großer Punkt ist die Lage am Hang. Je nachdem, an welchem Spawn man startet, hat ein Team dauerhaft einen Höhenvorteil – das andere den entsprechenden Nachteil. Dazu kommt: Das Feld ist groß, die Wege zurück ins Geschehen sind teils lang und dadurch irgendwann einfach nervig, wenn man mehrfach hintereinander raus ist.
Sichtlinien, Deckung & der typische Stellungskampf
Was sich bei mir über die Zeit immer wieder gezeigt hat: Irgendwann kippt fast jeder Spieltag in einen Stellungskampf. Das liegt aus meiner Sicht auch an den recht vorhersehbaren Laufwegen. Wenn man ein paar Mal dort war, hat man relativ schnell ein Gefühl dafür, über welche Wege der Gegner wahrscheinlich kommt. Dann wartet man entweder, bis jemand um die Ecke läuft – oder man meidet bestimmte Punkte, weil man weiß, dass man dort sofort in einer schlechten Position hängt.
Mehr Verwinkelungen, zusätzliche Deckungen und Elemente, die die langen Sichtlinien brechen, würden dem Feld meiner Meinung nach enorm gut tun. Damit wäre Bewegung wieder belohnender und man hätte mehr Optionen, statt immer wieder in denselben Mustern zu landen.
Bei schlechtem Wetter: Vorsicht
Ein weiterer Punkt, den ich nicht unterschätzen würde, ist die Rutschgefahr bei schlechtem Wetter. Gerade wenn’s nass ist, kann man auf bestimmten Wegen wirklich fies wegrutschen. Ich habe mir dort selbst schon einmal den Knöchel ordentlich verstaucht – seitdem bin ich auf dem Feld bei Regen deutlich vorsichtiger unterwegs.
Orga & Infrastruktur – ein Vorbild
Und jetzt das große Gegenstück: Die Organisation vor Ort ist für mich ein Musterbeispiel. Es gibt richtige Toiletten, meistens warmes Essen am Frittenwagen, Getränke kann man kaufen, und die Off-Zone bietet ausreichend Platz für alle. Außerdem gibt es einen Shop mit allem, was man braucht (Leih-Equipment, BBs, Akkus usw.). Das Gesamtpaket drumherum ist wirklich stark – so wünscht man sich das eigentlich überall.
Warum ich inzwischen lieber „Village“ spiele
Langfristig habe ich deutlich mehr Gefallen am Spielfeld Village gefunden, das unterhalb der Area-M liegt. Es ist ebenerdiger, weniger gut zu überblicken und insgesamt kompakter. Dadurch sind die Wege zurück zum Spawn nicht so lang, man ist schneller wieder im Spiel und hat weniger das Gefühl, allein durch die Startseite einen strukturellen Nachteil zu haben.
Fazit
Die Area-M wird für mich immer ein besonderer Ort bleiben – weil dort mein Einstieg ins Hobby passiert ist. Heute habe ich aber leider einen Punkt erreicht, an dem mir das Feld spielerisch zu oft dieselben Muster liefert: lange Sichtlinien, vorhersehbare Wege und der fast unvermeidbare Stellungskampf. Gleichzeitig bleibt die Orga top – und wer ein gut organisiertes Outdoor-Feld mit solider Infrastruktur sucht, wird hier definitiv vieles richtig gut finden.
Videos
Ein paar Gameplayvideos von der Area-M: